Freilassing (oo). Die Mädchenrealschule "Franz von Assisi" der Erzdiözese München und Freising hat einen besonders gestalteten Jugendgottesdienst gefeiert und damit großen Anklang gefunden. Schülerinnen und Lehrer setzten damit die 17-jährige Tradition fort, in der Zeit nach Ostern eine begeisternde Messe in jugendgerechter Form zu gestalten.
Eingeladen waren nicht nur Schülerinnen, Lehrer und Eltern, sondern auch alle anderen Mitbürger, die sich noch einmal in nicht alltäglicher Form auf die unglaubliche Botschaft von Ostern einlassen wollten. Die Resonanz war groß: Zusätzlich zu den normalen Kirchenbänken hatte Mesnerin Bieringer in der Pfarrkirche St. Korbinian eine große Zahl von Stühlen aufgestellt und auch die waren rasch bis auf den letzten Platz besetzt, und das an einem Freitagabend.
Jeder Gottesdienstbesucher bekam bei seinem Eintreffen ein Liedblatt, das von Schülerinnenhand farblich gestaltet war. Auf ihm stand das Thema: "All you need is love!" Auch ein Schokoladenherz verkündete symbolisch, worum es in diesem Gottesdienst gehen sollte: Um die Liebe.
Schülersprecherin Anna Prechtl und Schulleiter Bernhard Hauser war bei der Begrüßung die Freude über das übervolle Gotteshaus anzusehen. Eine Bläsergruppe unter Leitung von Musiklehrer Robert Jäger setzte schwungvoll den ersten musikalischen Akzent mit Anfangstakten der französischen Nationalhymne. Erst in der Predigt, in der wie in früheren Jahren Pfarrer Peter Hullermann aus Garching an der Alz jeden Zuhörer lebensnah und überzeugend ansprach, wurde allen klar, warum immer wieder einmal die ersten Takte der Marseillaise zu hören waren: Der Priester erzählte schmunzelnd aus seiner Jugendzeit, in der das Lied der Beatles im Sommer 1967 die Nummer eins in allen Charts der Welt war und die einfache Botschaft verkündete: "Alles, was du brauchst, ist die Liebe!" Womöglich wollten die Beatles in ihrer Zeit mit den ersten Takten der französischen Nationalhymne ein Zeichen setzen, wie sich die alte Feindschaft zwischen Engländern und Franzosen beheben ließe. Liebe sei mehr als nur Arm in Arm unterwegs zu sein, sich zu küssen und sich gern zu haben. Im Leben gehe gar nichts ohne Liebe. Am Handeln von Jesu zeigte er auf, wie Liebe christlich gelebt werden kann, indem man sich um den Armen kümmert, sich zum Diener der Anderen macht, dem zu essen gibt, der hungert, und dem verzeiht, der Fehler gemacht hat. Die umfassende Liebe Jesu sei in der Liebe seines Vaters zu ihm begründet. Deshalb sei es für den Menschen von heute wichtig, geliebt zu werden, damit er diese Liebe weitergeben kann. Via:
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